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Die Glühbirne – eine geniale Erfindung

Lampen und Leuchten von Otto-Zern
  • Lichttafeln bei Otto-Zern

    Unter Zugabe von Gold, Silber, Eisen, Kupfer, Nickel und anderen Metallverbindungen entstehen bis zu 5000 Farben, die bei dieser Wandlampe unter der Kunst des Glasblasens zu einem pastellfarbenen Kunstwerk erstrahlt.
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Die Glühbirne – eine geniale Erfindung

Autor: | 01.07.2015

Vor ungefähr 135 Jahren meldete Thomas Edison ein Patent an, das die Welt revolutionierte. Allerdings war er nicht das Genie hinter der Erfindung.

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In Zeiten der Energiesparlampe unvorstellbar: Er begann seine Versuche mit Fäden, die glühen sollten. Seine Versuche führten ihn von Materialien wie Baumwolle bald zu Bambus, das sich damals am besten zur Lichterzeugung eignete. Kurz darauf präsentierte er seine Erfindung erstmals in der Öffentlichkeit – dieser Prototyp der Glühbirne konnte circa zwei Tage lang durchgehend Licht erzeugen, was damals eine Revolution gleich war. Aufgrund dieses großen Erfolgs wurde Edison das Patent sofort erteilt.

Glühbirne: Es ging mehreren Menschen ein Licht auf

Natürlich war Edison nicht der Einzige, der auf die Idee kam, einen Faden in einem Glaskolben unter Strom zu setzen und ihn damit zum Leuchten zu bringen. Der aus England stammende Frederick de Moleyn hatte bereits 40 Jahre, bevor Edison sein Patent anmeldete, mit Drähten aus Platin ähnliche Experimente durchgeführt. Tatsächlich gab es noch viele weitere Erfinder, die fast den Durchbruch geschafft hätten, sie scheiterten jedoch oft an der Kurzlebigkeit der Glühfäden.

Die These, dass Edison eigentlich gar nicht die endgültige Version der Glühlampe erfunden hatte, stützt sich vor allem auf der Tatsache, dass ein deutscher Uhrmacher namens Heinrich Göbel 30 Jahre vor Edisons Patent eine Glühbirne erfand, die mit einem Faden aus Kohlefasern arbeitete. Göbel meldete jedoch kein Patent für seine Erfindung an.

Die Glühbirne war eine Geschäftsidee

So lässt sich erklären, warum Edison so bekannt mit einer Erfindung wurde, die im Grunde genommen gar nicht seine ist: Sein Geschäftssinn griff die marktunreife Grundidee auf und entwickelte sie weiter. Es gelang ihm eine Glühlampe zu produzieren, deren Technik auf jener seiner Kollegen basiert, jedoch in ihrer Langlebigkeit weiter fortgeschritten ist. Im Zuge der Elektrifizierung Städte – die nicht zuletzt auch maßgeblich von Thomas Edison vorangetrieben wurde – wurde diese Erfindung weiterentwickelt, zahlreiche weitere Patente angemeldet und immer mehr Glühbirnen produziert.

Auch wenn die Glühbirne keine Erfindung ist die zur Gänze aus Edisons Hand stammt, ist er schließlich derjenige, der ihre schnelle Verbreitung mit seinem Geschäftssinn vorantrieb und einer breiten Masse zugänglich machte. Obwohl die klassische Glühlampe bis zuletzt auf einem historisch bedeutsamen und dennoch modernen Konzept basierte, wurde sie vor kurzem offiziell vollständig durch Sparlampen ersetzt. Diese setzt zwar im Gegensatz zu ihrer Konkurrenz energiesparende Technologien ein, schneidet aber im Vergleich nicht unbedingt besser ab.

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