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Kerzenleuchter und Laternen im Wohnbereich - die Geschichte des künstlichen Lichts - Teil 2

Lampen und Leuchten von Otto-Zern
  • Lichttafeln bei Otto-Zern

    Unter Zugabe von Gold, Silber, Eisen, Kupfer, Nickel und anderen Metallverbindungen entstehen bis zu 5000 Farben, die bei dieser Wandlampe unter der Kunst des Glasblasens zu einem pastellfarbenen Kunstwerk erstrahlt.
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Kerzenleuchter und Laternen im Wohnbereich - die Geschichte des künstlichen Lichts - Teil 2

Autor: | 12.11.2014

In Teil 1 der Serie wurden die Anfänge des künstlichen Lichts beschrieben: Der Übergang von den griechischen und römischen Öllampen zu den ersten Kerzenformen, die auch Wegbereiter für den Armleuchter waren.

Eine der ersten Erfindungen im Bereich der Lampe, die Kerze

Die ersten Kerzenleuchter hatten schon die bekannte Form mit Tülle, Schaft und rundem Standfuß. Vor allem die katholische Kirche wusste die Kerze zu schätzen und setzte dementsprechend viele Kerzenleuchter ein. Das äußere Erscheinungsbild der Kandelabern war oft römisch oder byzanthinisch beeinflusst; sie waren recht hoch, bis zu einem halben Meter und aus Holz gefertigt. Erst später kamen kleinere Formen hinzu.

Leuchter von Kirche über Adel zu Bürgertum

Von der Kirche kam sie dann zu den Adeligen – hier fanden sich dann schon Leuchter aus Bronze und Silber, in ähnlichen Formen wie in der Kirche, die besonders im 12. und 13. Jahrhundert nach Christus beliebt waren. Sogenannte Ritterleuchter wurden später auch mit schwungvollen Figuren und Motiven verziert, für die diese Epoche auch bekannt ist.

Im Zeitraum zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert entstanden nicht nur die ersten kirchlichen, gotischen Altarleuchter, es war auch die Zeit des Aufstiegs des Bürgertums angebrochen. Stilrichtungen und Gegenstände, die dem Bürgertum bislang vorenthalten waren, verbreiteten sich schnell. Aus finanzieller Not wurden die bürgerlichen Kandelaber allerdings nicht aus billigeren Metallen, nicht aus Edelmetallen gefertigt.

Fast parallel dazu wurde die Laterne entwickelt. Anfangs besaßen sie einen runden Körper, auf dem ein Dach ähnlich einem Zelt befestigt ist. An wenigen schmalen Seitenschlitzen tritt das Licht der brennenden Kerze aus dem Inneren aus. Besonders die Laterne war ein Grund für die Verdrängung der Öllampe, da sie zu diesem Zeitpunkt wesentlich handlicher war und deshalb vermehrt in Wohnräumen eingesetzt wurde.

Das Auf und Ab von Leuchter, Öllampe und Laterne

Doch in der Renaissance trat die rußige Öllampe wieder vermehrt in den Vordergrund – wie vieles in der Antike wurde auch der Stil der griechischen Bronzelampen imitiert. Sie wurde vor allem in Räumen eingesetzt, in denen viele praktische Tätigkeiten ausgeübt wurden. Nach Ende der Renaissance befestigte man sie oftmals an Wänden. Sie waren in großen Gebäuden wie Schlössern sehr beliebt, wurden aber wiederum bald von Kerzenwandlampen mit einer metallischen Schutzvorrichtung verdrängt, was dann auch für einige Zeit das Ende der Öllampe bedeuten sollte.

Demnächst im dritten und letzten Teil: Von Laternen, Leuchtern und Leuchtstoffröhren.

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