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Laternen, Leuchter und Leuchtstoffröhren - die Geschichte des künstlichen Lichts - Teil 3

Lampen und Leuchten von Otto-Zern
  • Lichttafeln bei Otto-Zern

    Unter Zugabe von Gold, Silber, Eisen, Kupfer, Nickel und anderen Metallverbindungen entstehen bis zu 5000 Farben, die bei dieser Wandlampe unter der Kunst des Glasblasens zu einem pastellfarbenen Kunstwerk erstrahlt.
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Laternen, Leuchter und Leuchtstoffröhren - die Geschichte des künstlichen Lichts - Teil 3

Autor: | 27.01.2015

In Teil 2 der Serie wurde die Geschichte der Kerzenleuchter und Laternen erzählt – im letzten Teil der Serie widmen wir uns dem Übergang zu den uns bekannten Lichtformen der Moderne.

Eine der ersten Erfindungen im Bereich der Lampe, die Kerze

Nach dem Ende der Öllampe waren in vielen Schlössern und Burgen im 17. Jahrhundert vermehrt wieder Kerzenleuchter aus Messing und Zinn zu entdecken, die eine besondere Form hatten. Sie besaßen mehrere Arme und wurden mit einer Metallplatte an der Wand befestigt. In den wurden vermehrt Standleuchten verwendet, die mit Pflanzen verziert waren. Gegen Ende dieses Jahrhunderts reduzierte man diese natürlichen Darstellungen auf ein Minimum, sodass am Ende eher minimalistisch anmutende Leuchter übrigblieben. Man bediente sich jedoch auch weiterhin qualitativ hochwertigen Materialien wie Porzellan oder Kupfer.

Laternen und die Natürlichkeit

Gegen Mitte des 18. Jahrhunderts widmete man sich wieder unruhigeren Formen, natürliche Elemente waren vermehrt zu entdecken. Ein besonderes Highlight stellten Leuchten dar, die nicht nur mit Pflanzen verziert waren, sondern in ihrer Form selbst eine Pflanze darstellen sollten. Einige moderne Interpretationen von Kandelabern entstammen dieser Zeit.

Viele Städte besaßen um diese Zeit herum immer noch keine durchgehende Beleuchtung, sodass sich die Menschen selbst helfen mussten: Es wurden kleine, portable und handliche Laternen entwickelt, die die Menschen beim Flanieren mit sich trugen. So erlebten auch die städtischen Schmiede einen wirtschaftlichen Aufschwung. Gestaltet wurden sie besonders im 19. Jahrhundert recht simpel, meist mit vielen Kanten, um die Produktion einfach zu gestalten und an den verwendeten Materialien zu sparen. Hochwertigere Objekte besaßen die bereits bekannten natürlichen Verzierungen. Betrieben wurden sie mittels Kerzen oder auch Petroleum.

Nach zahlreichen technischen Erfindungen wie kleinen Reflektoren, die die Leuchtkraft verstärken sollten, oder die Verwendung von effizienterem Gas statt Petroleum erfand Edison in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Glühbirne aus leuchtenden Bambusfasern (heute aus Wolfram oder gar aus LEDs). Nicht nur die weitaus geringere Wärmeentwicklung, auch der massive Ausbau elektrischer Netze in den Städten verhalfen ihr zum Erfolg.

Effizienz und Langlebigkeit hatten Priorität

Noch weniger Energie und eine längere Lebensdauer verbraucht die Leuchtstoffröhre, die in Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde. Sie besteht grundsätzlich aus einer mit Gas gefüllten Glasröhre, wobei das Gas mit einem Funken zum Leuchten gebracht wird. Sie wurde aufgrund ihrer Effizienz schnell weiterentwickelt und für flächendeckende Beleuchtung oder Leuchtreklamen eingesetzt, was auch heute noch der Fall ist. Heute wird diese Form auch gerne mit LEDs kombiniert. Eine der neuesten Erfindungen ist die Halogenlampe, die ebenfalls auf Basis von Gas arbeitet.

Die Geschichte des künstlichen Lichts ist geprägt von Geschichte, aber auch Zukunft – nicht nur technisch werden in den kommenden Jahren viele Neuerungen erwartet, auch künstlerisch öffnen sich viele neue Möglichkeiten. Dies wird besonders spannend, wenn technische Neuerungen mit der Kunst aus den vergangenen Epochen kombiniert wird: Dann entstehen nicht nur ästhetische, sondern auch sparsame und qualitativ hochwertige Lampen, die wohl selbst zu markanten Kunstobjekten unserer Epoche werden.

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