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Wohnkultur und Schmiedekunst

Lampen und Leuchten von Otto-Zern
  • Lichttafeln bei Otto-Zern

    Unter Zugabe von Gold, Silber, Eisen, Kupfer, Nickel und anderen Metallverbindungen entstehen bis zu 5000 Farben, die bei dieser Wandlampe unter der Kunst des Glasblasens zu einem pastellfarbenen Kunstwerk erstrahlt.
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Wohnkultur und Schmiedekunst

Autor: | 28.01.2011

Renaissance der Kunstschmiedearbeiten von Metallgestaltern

 

Der Trend in den letzten Jahren geht immer mehr über, dass man gerade Häuser, Villen, Landhäuser und öffentliche Bereiche mehr mit handgeschmiedeten Accessoires, wie Gitter, Tore und Lampen untermalt und verschönert.

 

Bei handgeschmiedet sollte man allerdings nicht an die klassischen, opulenten Formen des Barocks, Rokokos oder Gotik denken, sondern vielmehr an eine leichte, florale, moderne Schmiedekunst, die sich zeitlos in die Architektur der heutigen Zeit eingliedert.

Akzente setzt, nur mit der handwerklichen Kunst in Verbindung mit der Formgebung der Umgebung und des individuellen Geschmacks des Einzelnen.

 

Ein Zeichen unserer Zeit ist die Verinnerlichung des Lebensweise, die Verfeinerung der Wohnkultur. Es ist gewiss kein Zufall das Neuerdings auf „Urväters Hausrat“ zurückgegriffen wird, in dem oft als zu nüchternden Bestandes eine Poesievolle Note zugeben.

 

Urgroßmutters Hängelampe erfreut sich einer großen Wertschätzung. Mit ihrer klassischen Form umgesetzt in eine zeitgemäße moderne Schmiedetechnik. Manche Truhe mit kunstvoller Beschlagtechnik ziert moderne Wohnräume und zuweilen feiert ein Barockgitter „fröhliche Urstände“ an einem neuzeitlichen Landhaus.

Gegen eine solche Widerverwendung alter handwerklicher Kunst ist gar nichts einzuwenden, wenn sich die gewählten Stücke sinnvoll dem Gesamtbild der Architektur einfügen. Von vielen Firmen werden zwar viele Fertigprodukte, den man auch als neumodernen Kitsch bezeichnen kann, angeboten, der oft zu einem hypermodernen Haushalt wie die Faust aufs Auge passt und sollte nicht als das Maß aller Dinge angesehen werden. Der Gedanke ist zwar lobenswert und die Handwerkskunst kommt damit wieder zu ehren, Volkstum und dörfliche Poesie geben der Wohnkultur eine aparte Note, allerdings sollte hierbei nicht vergessen werden, was eine exklusive handwerkliche Arbeit ist.

 

Die Aufgabe der Kunstschmiede und Metallgestalter sollte es sein, darüber nachzudenken wie viele Möglichkeiten sich bieten, um alt überliefertes Können der Forderungen unserer Zeit anzupassen.

Noch immer besteht ein Bedarf an geschmiedeten Gittern und Toren, Türen und Fenstern, bei denen in erster Linie an Schutz und Sicherheit zu denken ist, aber auch gerade im Zusammenspiel mit der modernen Architektur ganz besondere Akzente setzen kann. Wie zum Beispiel an geschmiedeten Ziergittern innerhalb der Wohnräume, die nicht einen bestimmten Zweck, sondern mehr dem ästhetischen Bilde diesen. Sie sollen den Raum gliedern, die verschiedenen Funktionen betonen oder eine gewisse Geborgenheit schaffen. Bei Gittern dieser Art steht die ornamentale Wirkung im Vordergrund, die sich mit der Geschmackskultur der Bewohner, etwa mit der Freude mit der Musik verbinden lässt. Dabei ergeben sich viele reizvolle Anregungen, die der Kunstschmied und Metallgestalter sinnvoll in sein Werk einbeziehen soll. Auch für heraldische Darstellungen bietet sich ein breites Betätigungsfeld.

 

 

 

Kommentare

Rssler Georg 03.05.2011. 18:57

Es ist wie ein kleines Wunder das in der heutigen Zeit, einer Zeit der Wegwerfgesellschaft, es noch Firmen gibt die nach alter Handwerklicher Tradition, und nach alten Formen und Mustern geschmiedete Gegenstände herstellen.
Gerade ein Zeitgemäßes Design geht bei den meisten Pseudo und Möchtegern Kunstschmieden in Schall und Rauch auf.

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