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Das Schmieden - Jahrtausendalte Tradition und dennoch topaktuell

Lampen und Leuchten von Otto-Zern
  • Lichttafeln bei Otto-Zern

    Unter Zugabe von Gold, Silber, Eisen, Kupfer, Nickel und anderen Metallverbindungen entstehen bis zu 5000 Farben, die bei dieser Wandlampe unter der Kunst des Glasblasens zu einem pastellfarbenen Kunstwerk erstrahlt.
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Das Schmieden - Jahrtausendalte Tradition und dennoch topaktuell

Autor: | 11.03.2015

In all den Jahrhunderten baute sich ein enormes Maß an Know-How in der Schmiedekunst auf. Wurde dies alles durch die Industrialisierung beseitigt oder gibt es die klassische Schmiede auch heute noch?

Die Schmiedekunst: Eine jahrtausendalte Tradition.

Das 20. Jahrhundert hat besonders unser Leben nicht nur in künstlerischer Hinsicht maßgeblich beeinflusst. Nicht zuletzt wird es aus als die "Moderne" bezeichnet. Da besonders Stilrichtungen wie der Surrealismus oder der Expressionismus massiv zur künstlerischen Entwicklung beitrugen, lassen sich verschiedene signifikante Merkmale in den zu dieser Zeit entstandenen Werken finden. Hier beschäftigt man sich mit dem Abstrakten, mit dem Gegenteil von Realismus - und dennoch haben die Werke eine tiefere Bedeutung, sie sprechen eine klare Sprache der menschlichen Sehnsüchte.

Das Schmieden in der Industralisierung

Ein großer Teil davon war die Sehnsucht nach mehr Natürlichkeit und Umwelt. Menschen lebten in großen Städten und sahen ihre Lebensweise sehr kritisch. Dazu trug auch das Aufkommen neuer Erfindungen bei, viele Prozesse wurden automatisiert und menschliches Handwerk durch Fließbandarbeit ersetzt oder mittels Maschinen redundant gemacht.

Davon betroffen waren auch die Kunstschmiede. Diese investierten seit jeher enorm viel Zeit und Geduld in ihre Werke und wurden dafür auch geschätzt. Unternehmen erkannten die preislichen Ersparnisse durch eine teilweise Automatisierung des Schmiedeprozesses: In einem Bruchteil der Zeit konnten viele Kopien desselben Objekts angefertigt werden. Natürlich hatte dies auch Einbußen in der Qualität der Lampen und Leuchten zur Folge.

Das Schmieden ist dennoch eine besondere Handwerkskunst

Je weiter das 20. Jahrhundert fortschritt, desto weniger Schmiedewerke gab es in den Städten. Umso wichtiger ist der Schmiedeberuf dafür heute, da er die Antwort auf große Industriebetriebe ist – denn Kunst ist allerdings nicht alleinig das, was der Betrachter zu sehen bekommt. Jeder einzelner Handgriff macht das Objekt zu etwas Besonderem und – was ganz besonders im Kontrast zur seriellen Produktion steht – zu einem Unikat. Ein handgeschmiedeter Lüster hebt sich so deutlich von schlecht verarbeiteten, in Massen produzierten Kopien ab.

Beim Lüster Josefstadt handelt es sich etwa um ein Kunstobjekt, das genau dies kategorisch ablehnt: Obwohl er minimalistisch gestaltet ist, widersetzt er sich dem Gedanken des Aufbruchs mit seinem traditionell wirkenden Ornamenten.

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