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Was wir von der Renaissance lernen können

Lampen und Leuchten von Otto-Zern
  • Lichttafeln bei Otto-Zern

    Unter Zugabe von Gold, Silber, Eisen, Kupfer, Nickel und anderen Metallverbindungen entstehen bis zu 5000 Farben, die bei dieser Wandlampe unter der Kunst des Glasblasens zu einem pastellfarbenen Kunstwerk erstrahlt.
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Was wir von der Renaissance lernen können

Autor: | 13.01.2015

Die Renaissance ist der "Wiedergeburt" der antiken Künste gewidmet – in diesem Zeitalter orientierte man sich an den Gestaltungsprinzipien der Antike. Doch was können wir heute von ihr lernen?

Historische Lampen, etwa aus Renaissance oder Gotik, sind auch heute noch sehr begehrt.

In der Periode zwischen dem Zeitalter der Gotik und der Renaissance verschmolzen beide Epochen miteinander, wobei die Gotik eines der langlebigsten Zeitalter war – ihre Grundzüge zogen sich noch durch viele darauffolgende Zeitalter, ganz besonders durch jenes der Renaissance und noch viel mehr in der Schmiedekunst. Erst den Bezug der Renaissance zu bereits Vergangenem macht sie zu etwas Besonderem.

Renaissance bedeutet Natur

Die blumenartigen Gebilde sind eines der Highlights der Renaissance und kommen auch heute noch in vielen verschiedenen antik wirkenden Objekten vor. Dies ist vor allem der massiven Verbreitung der Rosengärten während der Renaissance zu verdanken. Hier werden auch die intensive Einarbeitung der Natur und der Versuch, die Natur möglichst getreu nachzubilden deutlich. Ganze Flächen wurden auf den Objekten mit diesen Blumenornamenten verziert, aber auch Menschen, Tiere und Fabelwesen kommen auf Objekten aus der Renaissance vor.

Neue Arbeitstechniken fanden ebenfalls Einzug in das Handwerk der Schmiedekunst: Vor allem bei Lüstern fanden Gravierungen, Ätzungen und das Tauschieren ihre Anwendung. Experimentiert wurde auch mit der Veredelung durch Vergolden, während natürliche Ornamente reichlich bemalt wurden. Bei handgeschmiedeten Lampen wurden Messing- und Bronzekomponenten im Schmiedeeisen vereinigt. Viele der heute angewandten Techniken basieren auf den damals gewonnenen Erfahrungen, wie mit den Materialien umzugehen ist. Vor allem der Betrachter bzw. Benützer sollte mit der Qualität zufrieden sein und das Objekt muss langlebig sein. Die zahlreichen Funde aus dieser Epoche beweisen, wie professionell etwa Deckenlampen angefertigt wurden.

Renaissance: Technische Exaktheit und künstlerische Freiheit

Für den Schmied bedeutete das die Herausforderung, sich Proportionen genau zu widmen und auf dem Höhepunkt der künstlerischen Perfektion zu arbeiten. Mathematische Exaktheit war eine Selbstverständlichkeit; diese Arbeitsweise ist in der heutigen Schmiedekunst und im Design auch noch existent. Trotz hochmoderner Arbeitstechniken lebt die Renaissance somit heute noch ein wenig weiter. Was wir also von der Renaissance lernen und übernehmen können: Die künstlerische Inspiration durch die Natur und eine außerordentlich genaue Arbeitsweise.

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